Der Verein Petro Aqua organisierte vom 2. bis 5. Juli 2019 in Alba Iulia, Ciugud und Petroșani eine Veranstaltungsreihe im Rahmen des Projekts „Ein sauberes Mureș für zukünftige Generationen – der Wunsch, die Werte des UNESCO-Welterbes zu wahren“. Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Stadtverwaltung von Alba Iulia, der Gemeindeverwaltung von Ciugud und dem Kreisrat von Alba.
Am ersten Tag fand gemeinsam mit der lokalen Verwaltung und den acht Projektpartnern ein Runder Tisch statt. Anwesend waren die UNESCO-Expertin Ioana Otilia Baskerville, die Präsidentin des Internationalen Rafting-Verbandes Deutschland, Vertreter der Kommission zur Erhaltung des immateriellen Erbes des Kulturministeriums, der rumänisch-orthodoxen Erzdiözese Alba Iulia, des Nationalmuseums der Union sowie Vertreter der Zivilgesellschaft aus Alba Iulia, Sibiu, Cluj-Napoca, Oradea, Cluj und Bukarest.


Die Veranstaltung umfasste auch den Start einer Mini-Rafting-Expedition auf dem sehr flachen Fluss Mureș in der Region Ciugud. Kinder der Sozialsiedlung „St. Vasile cel Mare“, des Tageszentrums „St. Parascheva“, der Mittelschule „Ion Agârbiceanu“ in Alba Iulia sowie Kinder aus anderen Regionen nahmen an der Veranstaltung teil. Sie erlebten ein einzigartiges Erlebnis an der Seite der Steuerleute aus Ciugud auf der Strecke zwischen dem Kinderspielplatz in der Nähe des „Teodora Golf“ in Teleac und der Anlegestelle in Drâmbar.





Das Nationalmuseum der Union wurde besucht, wo die Gastgeber Museumsstücke zur Geschichte der Flößerei in unserer Region präsentierten. Im Unionssaal fand eine besondere Veranstaltung statt: die Vorstellung des Buches „Zeugnisse der Flößerei in Siebenbürgen aus der Antike, dem Mittelalter und der Neuzeit – Die Rolle der Stadt Alba Iulia in der Geschichte der Flößerei“. Das Buch richtet sich an Experten auf dem Gebiet immaterieller Werte, aber auch an alle, die sich für die Geheimnisse der lokalen Flößerei interessieren – ein ehrwürdiger Beruf, den die Daker seit über zweitausend Jahren ausüben. Die zweisprachige Ausgabe (rumänisch-englisch) wurde von kulturhistorisch bedeutenden Autoren sorgfältig durchdacht, konzipiert, bearbeitet und zusammengetragen. Die Veröffentlichung richtet sich an alle, die sich für die Geheimnisse der Flößerei interessieren, und soll die Aufnahme der rumänischen Flößerei in die Liste des immateriellen Kulturerbes vervollständigen.

Die Präsentation des Buches erfolgte mit großer Sensibilität und sprühender Professionalität, würdig der bemerkenswertesten Reden der großen rumänischen Denker der Zwischenkriegszeit. Die Präsentation erfolgte durch Pater Prof. Dr. Florin Croitoru und dank des Ortes, an dem die Veröffentlichung stattfand, der Monumentalität und dem spirituellen Wert des Unionssaals (in dem am 1. Dezember 1918 die Urkunde über die rumänische Union unterzeichnet wurde), der nur für wenige außergewöhnliche Veranstaltungen geöffnet ist.



Die Fertigstellung und Veröffentlichung dieses Buchdokuments war für die Rumänisch-Orthodoxe Erzdiözese Alba Iulia, das Rathaus von Alba Iulia, den Kreisrat von Alba und das Nationalmuseum der Union ein besonderer Anlass, den engagierten Autoren bei der Vorstellung im Rathaus der Union Diplome für ihre Verdienste zu verleihen.
Die Eröffnungsveranstaltung endete mit einem von den Gastgebern angebotenen Rundgang durch das Museum „Musiekon“ in Alba Iulia mit Sammlungen sehr alter Ikonen und Kirchengegenstände.
Am dritten Tag fand die Veranstaltung in der außergewöhnlichen Atmosphäre des Rathauses der Gemeinde Ciugud im Konferenzraum des Seniorenzentrums statt. Hier fand unter der Leitung von Herrn Dorin Iancu (Mitglied der NGO Petro Aqua), Frau Ioana Otilia Baskerville (UNESCO-Expertin) und Herrn Frank Thiel (Präsident der IATR) eine Videokonferenz mit rumänischen Experten und Vertretern der International Rafting Association aus Ländern statt, die Rumänien in das immaterielle UNESCO-Kulturerbe aufnehmen möchten.

Am vierten Tag besuchten die interessierten Gäste die Bolii-Höhle, eine Stätte von höchstem historischen und kulturellen Interesse im Kreis Hunedoara. Sie besichtigten die Hängebrücken, eine Wanderausstellung mit Steinmetzarbeiten mit und über alte Bergmanns- und Daker-Motive in der Nähe der Höhle sowie die faszinierenden Geschichten des Ortes im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg. All dies geschah unter der Leitung des Präsidenten von Petro Aqua, Imre Szuhanek.
Die Freiwilligen dieses Vereins aus Petroșani kümmern sich um die Veranstaltungen in der Höhle – historisch-religiöse Veranstaltungen, Pflege, Beleuchtung, Weggestaltung und Führungen durch diese faszinierende Höhle unter einer dakischen Festung.
Foto Ionel Seb und Imre Szuhanek
